„Wer will fleißige Schuhmacher sehen...“ -
Kinder erfahren die Schuherstellung hautnah
Finnentrop Im Kindergarten St. Johannes Nepomuk in Finnentrop drehte sich im vergangenen Projekt alles um das Thema Schuhe. „Nachdem im Herbst letzten Jahres viele Kinder stolz ihre neuen Schuhe präsentierten, war das Thema für unser Projekt schnell gefunden“, so Anne Schulte.
Martina Barbera, Erzieherin des Kindergartens, berichtet weiter: „Ziel des Projektes war es, sich gemeinsam auf dem Weg zu machen und das Thema Schuhe kreativ und ideenreich zu bearbeiten.“
Um Anregungen und Impulse für die Arbeit zu gewinnen, hat die Projektgruppe einige Kindersender angeschrieben und Informationsmaterial angefordert. Daraus, und aus den Beobachtungen und Wünschen der Kinder, entwickelten sich zahlreiche kreative Aktivitäten und Aktionen, z.B. Bewegungsangebote in Gummistiefeln, Gestalten von Schuhlampen, Nähen eigener Schuhe, Herstellung von Gummi etc. Die Kinder stellten erstaunt fest, wie viele unterschiedliche Arten von Schuhen es gibt und wie ihr Innenleben aussieht.
Weiterhin wandelten die Kinder das Spielhaus des Kindergartens in einen Schuhverkaufsladen um. Dafür brachten sie Schuhe von zu Hause mit und ein Werbeschild, Geldbörsen etc. wurden von ihnen, unter Mithilfe von Erzieherinnen und einer Mutter, angefertigt. Der Schuhverkaufsladen war ein beliebter Anziehungspunkt, der immer wieder zum Spielen aufgesucht wurde. Vor allem die „Klackerschuhe“ erfreuten sich bei den Mädchen absoluter Beliebtheit.
Das Highlight war der Abschluss des Projektes. Die Reise führte die Kinder und die Erzieherinnen zum „Schuh- und Orthopädiehaus Keite“ in Eslohe. Bereits die Busfahrt dorthin gestaltete sich spannend, und die Kinder genossen die Fahrt auf der sogenannten „Juckelbank“. In der Werkstatt erklärten die Orthopädieschuhmachermeister Rudolf und Thomas Keite den Kindern sehr anschaulich und kindgerecht, wie Schuhe und Einlagen hergestellt werden. Sie gingen sehr individuell auf die Fragen der Kinder ein, und ihre Freude an der Arbeit war deutlich zu spüren. Die kleinen Besucher lernten die Maschinen und Arbeitsgeräte kennen, verfolgten alle Arbeitsschritte und erlebten manche Materialien im wahrsten Sinne des Wortes hautnah. So wurde z.B. jedem Kind ein Tierfell übergelegt, dass später für die weitere Schuhverarbeitung genutzt wurde. Zum Abschluss bekamen alle Kinder einen orthopädischen Fußabdruck. Die Ergebnisse und viele kleine Überraschungen nahmen die Kinder mit nach Hause. Dieser Ausflug war sehr beeindruckend und wird nachhaltig auf alle Beteiligten wirken.


















